Das Online-Branchenbuch ist das beliebteste Werbemittel
Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland denken um – das ist ein zentrales Ergebnis unserer diesjährigen Studie „Mittelstand und Werbung 2011“. Denn Online-Marketing hat sich im deutschen Mittelstand erstmalig als zweites Standbein im Werbemix etabliert. Während noch im Vorjahr die meisten Gelder in die gedruckten Branchenbücher flossen, so ist 2011 das Branchenbuch in digitaler Form wie etwa die www.11880.com oder www.klicktel.de das beliebteste Werbemittel deutscher KMU. Auch Suchmaschinenmarketing und Facebook-Marketing legen deutlich zu. Insgesamt 76 Prozent der befragten Betriebe investiert heute Marketingbudget in die digitalen Medien – das entspricht einem Zuwachs von einem Drittel im Vorjahresvergleich.
Internet ist Suchmedium Nummer eins
Doch nach wie vor ist der Einfluss der traditionellen Printmedien groß. 86 Prozent der befragten Unternehmen plant teure Anzeigen im gedruckten Branchenbuch oder in regionalen Tageszeitungen und Anzeigenblättern. Kleine und mittelständische Firmen buchen häufig einfach das, was sie seit vielen Jahren
gewohnt sind. Vor dem Hintergrund der Suchgewohnheiten ihrer potenziellen Kunden wirken viele Marketinggelder fehlinvestiert. Denn 49 Prozent der Anfragen nach gewerblichen Einträgen innerhalb der Lokalen Suche finden jüngsten Studien der Gesellschaft für Konsumforschung zufolge im Web statt. Das Internet ist damit Suchmedium Nummer Eins der Deutschen.
KMU haben Jahresbudgets im mittleren vierstelligen Bereich
Im Schnitt geben deutsche KMU zwischen 1.000 und 5.000 Euro jährlich für Werbung aus. Für den Marketing-Fachmann mögen diese Volumina als verhältnismäßig kleine Summe erscheinen. Doch für den Kleinstbetrieb bedeutet dies mitunter eine große finanzielle Zusatzbelastung – umgerechnet 80 bis 400 Euro im Monat müssen erst einmal verdient werden. Umso wichtiger ist es für die Unternehmen, dass sie ihre Investition richtig planen und regelmäßig überprüfen, ob sie auch den Zweck erfüllt. Teure Print-Anzeigen erschöpfen oft mit einer einzigen Buchung das Jahresbudget – und der langfristige Werbeerfolg bleibt aus.
Aber: Viele Werbegelder verpuffen
60 Prozent der befragten Betriebe verzichtet auf Erfolgskontrolle. Sie investieren ein nicht unerhebliches vierstelliges Euro-Budget und kontrollieren nicht weiter, ob ihre Maßnahmen einen Werbeerfolg erbringen. Hauptgrund für die Ablehnung ist Skepsis gegenüber der Werbewirkung an sich – wohl ein Relikt der langjährigen Dominanz von Print-Medien im Marketing-Mix deutscher KMU. „Werbung bringt nichts“ sagt immerhin ein Viertel der Betriebe, obwohl sie dafür Geld investieren. Zudem sind sich die Firmen häufig nicht im Klaren, welchen Zeitaufwand man dafür rechnen muss und wie man sinnvoll misst. Das mangelnde Fach-Knowhow zeigt sich auch bei den 40 Prozent deutscher KMU, die ihre Werbemaßnahmen jetzt schon auf den Prüfstein stellen. Wenn kontrolliert wird, dann zumeist eher „hemdsärmelig“: durch das Auszählen von Anfragen, die Anzahl der Neukunden oder die Umsatzentwicklung. Präzise Online-Reportingssysteme nutzen erst 20 Prozent der Stichprobe. Doch in Zeiten knapper Budgets entscheidet das Thema Werbeerfolg zunehmend über die Vergabe von Werbegeldern und ist damit ein wichtiger Treiber für die Entwicklung hin zu den digitalen Medien. Denn die Werbemittel im Online-Marketing, insbesondere das Online-Branchenbuch, können dem Mittelstand in Deutschland Erfolgsstatistiken in der Regel problemlos darstellen. Und welcher Unternehmer möchte nicht wissen, dass sein hart verdientes Geld richtig investiert ist und nachweislich Kundschaft bringt?
In den kommenden Blogbeiträgen zur Studie beschäftigen wir uns unter anderem mit den Themen Social Media für KMU, Präsenz in einer Firmenwebsite, Suchmaschinenmarketing und Couponing als Werbealternative?
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